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Piloten- und Lokführerverbände sehen «Win-Win» in Zusammenarbeit

Vom Cockpit in den Lokführerstand: Der Pilotenverband Aeropers und der Verband Schweizer Lokführer und Anwärter (VSLF) machen wollen Linienpiloten als Lokführer einsetzen. Man lote gemeinsame Interessen aus und stehe einer möglichen Zusammenarbeit positiv gegenüber. Dies schreiben die beiden Verbände in einer Mitteilung vom Freitag.

Auch gegenüber ihren Arbeitgebern sicherten sie ihre Unterstützung für ein entsprechendes Vorhaben zu. Swiss, die Bahnen und auch die Politik seien nun gefragt. In dieser speziellen Zeit müsse man effizient und unbürokratisch neue Wege gehen.

Im September war bekannt geworden, dass die Swiss eine Job-Kooperation mit den SBB prüft. Dabei geht es darum, ob Piloten auch als Lokführer eingesetzt werden könnten. «Wir sehen keine grundsätzlichen Probleme, sondern im Gegenteil viele Chancen», sagte VSLF-Präsident Hubert Giger in der Mitteilung. Beide Verbände sähen eine klassische Win-Win-Situation.

 

SBB kämpfen mit Personalunterbestand

Während aufgrund der Reisebeschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung die Arbeit für die Piloten stark zurückgegangen ist, kämpfen die SBB mit einem Personalunterbestand. Ein Zustand, der wohl noch einige Zeit andauern dürfte, wie es im Communiqué heisst.

Laut Aeropers und dem VSLF haben die beiden Berufe viele Gemeinsamkeiten: «Methodisches und genaues Arbeiten sind in beiden Berufen ebenso gefragt wie eine schnelle Auffassungsgabe und mentale Beweglichkeit wie Belastbarkeit.» Dies sagte Aeropers-Sprecher Roman Kälin in der Mitteilung.

Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Und die Sicherheit des Transportes der Kunden von A nach B seien Beispiele für Gemeinsamkeiten dieser beiden anspruchsvollen Berufe.