Haus und Garten

Holzhaus? Die Vor- und Nachteile

Holzhaus Schweiz: der Überblick über Vor- und Nachteile:

Ein modernes Haus sollte wohngesunde Baustoffe mit Energieeffizienz vereinen. Kann ein Holzhaus dies bieten?

Ein Holzhaus kann ein Architektenaus, ein Bausatzhaus, ein massives Blockhaus oder ein Fertighaus sein. Früher gab es in Deutschland viele Holzhäuser. Heute sind liegt bei den Neubauten der Holzhausanteil laut statistischem Bundesamt bei 15 Prozent, davon etwa 20 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser und lediglich drei Prozent Mehrfamilienhäuser. Beliebte Stoffe zum Hausbau sind Ziegel und Stahl- und Porenbeton mit je einem 30 prozentigen Anteil, Kalksandstein mit 23 % und Holz mit 11 % laut dem statistischen Bundesamt.

 

Welche Haushäuser gibt es?

Das Blockhaus:

Es ist rustikal und naturbelassen, da hier Baumstämme übereinander gelegt werden.

 

Die Ständerbauweise:

Die moderne Variante des Fachwerkbaus. Es ist ein flexibles Holzbausystem und optimal für den Fertigbau.

 

Das Massivhaus:

Hier kommen fertige Bauteile aus einem Werk. Diese Teile werden auf der Baustelle schnell zu einem Haus zusammengesetzt. Es kann besser Temperaturunterschiede ausgleichen als eine Ständerwand.

 

Ein Holzhaus von Innen:

Unbehandelte Holzplatten und große Fenster sorgen für warme Farben.

 

Holzhäuser und ihre Vorteile:

Der Baustoff ist nachhaltig.

Holz wächst nach. Es wächst in Deutschland. Solange es nicht verleimt ist, ist es bio-recyclebar. Bei nachhaltiger Forstwirtschaft ist es ökologisch. Holz ist CO2 neutral, dies bedeutet, es produziert Sauerstoff und bindet Kohlendioxid.

 

Eine geringe Bauzeit:

Durch die Systembauweise steht ein Haus in wenigen Tagen, selbst bei Temperaturen unter Null Grad. Innen muss weder tapeziert noch verputzt werden.

 

Kreativität ausleben:

Holz ist leicht, belastbar und flexible. So sind Änderungen schnell und einfach möglich, beispielsweise ein neues Fenster.

 

Gute Dämmwerte

Da Holz vor Hitze genauso schützt, wie vor Kälte, ist es perfekt als Baustoff, denn bei Balkonen und Erkern gibt es keine Wärmebrücken. Dazu sind die Wände dünner, als bei einer Massivbauwand, was gut zehn Prozent Platzgewinn bedeutet.

 

Es gibt einen guten Brandschutz.

Unglaublich aber wahr. Natürlich brennt Holz grundsätzlich gut, vergleicht man es mti anderen Baustoffen, brennt es langsam. Dazu kommt, dass sich massives Holz nur schwer entzünden lässt.

 

Perfekt für das Raumklima

Wenn keine Sperrschicht verbaut wurde, hält Holz die Luftfeuchtigkeit bei 45 – 55 Prozent. Das liegt an der offenporigen Struktur des Holzes, mit dem es Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann. Viele Menschen, die sich in einem Holzhaus aufhalten, finden den Duft angenehm, genau wie die Atmosphäre.

 

Holzhäuser und ihre Nachteile:

 

Hoher Pflegeaufwand:

Wurde das Haus gestrichen, muss die Farbe alle fünf bis zehn Jahre erneuert werden. Das bedeutet einen gewissen Aufwand und natürlich regelmäßig wiederkehrende Kosten. Wurde das Haus verputzt, muss es nur alle 20 Jahre gestrichen werden. Man könnte das Holz auch so lassen, wie es ist. Holz versiegelt sich natürlich, dann treten graue Punkte auf, der Bläuepilz. Wird die Verschalung mit unbehandelten Lärchenholz gemacht, hat man ein Holz, dass von Natur aus resistent ist gegen Pilze und Schädlinge. Es bekommt im Laufe der Zeit eine silbrig-graue Patina.

 

Empfindlich gegen Wasser:

Ein Wasserschaden kann schwere Schäden auslösen, besonders wenn das Wasser unbemerkt durch einen Holzrahmenbau sickern kann.